Eigentlich bin ich ausgebildeter Gymnasiallehrer. Das Gymnasium war aber nicht so meins. Heute arbeite ich an einer besonderen Volksschule im deutschsprachigen Raum. Die Arbeit fordert mich heraus. An manchen Tagen weiß ich schon vor der ersten Pause, dass mein Stundenplan heute eher als grobe Empfehlung zu verstehen ist.
Mich interessieren die Momente, in denen Schule anders läuft als geplant. Ein Satz, über den ich noch am Abend nachdenke. Eine Stunde, die kippt und doch noch die Kurve kriegt. Oder eben nicht. Und die Frage, was wir von Kindern erwarten, wenn wir selbst gerade keine gute Antwort haben.
Ich schreibe über solche Szenen, weil ich sie besser verstehen will. Manchmal hilft Humor. Manchmal bleibt mir vor allem eine Frage. Und gelegentlich möchte ich auch sagen, was mich an Schule stört und was ich mir anders wünsche.
Felix ist mein Pseudonym. Wenn ich aus dem Schulalltag erzähle, verändere ich erkennbare Details oder verdichte mehrere Situationen.